Film fehlt auf dem Beamer
Videos werden auf dem Laptop-Bildschirm gezeigt, Ihr Publikum sieht aber nur eine schwarze Box anstelle des Filmes. Vier Ursachen haben sich herauskristallisiert:
- Primärer Monitor
Neue Laptops, die Dual-Video-Karten haben, zeigen häufig die Videos nur auf dem primären Monitor. Das ist üblicherweise der Laptop-Bildschirm. Zeigt man eine Präsentation über den Beamer, wird der als sekundärer Monitor geschalten - das Video ist unsichtbar. Für die Zeit der Präsentation muss man über die Eigenschaften des Monitors den externen Beamer als primär und den Laptop-Bildschirm als sekundär setzen.
- Reihenfolge
Das einfachste wäre, dass Laptop und Beamer in falscher Reihenfolge eingeschaltet worden sind. Korrekt ist, zuerst den Beamer, dann den Laptop anschalten. Umgekehrt soll es zu den "Black Boxes" kommen.
- Kabel
Das Videokabel sollte nicht länger als 7,5 m sein; ein langes ist besser als zwei kurze zusammenzukoppeln - billige Kabel sind oft nicht abgeschirmt und machen ebenfalls Probleme.
- Grafikkarte
Die Grafikkarte schafft es nicht, das Video auf dem Monitor und dem Beamer zu präsentieren. Schalten Sie vorübergehend den Laptop-Bilschirm aus (meistens Fn+F5 ein- oder zweimal drücken). Oder setzen Sie in der Windows-Systemsteuerung die Hardwarebeschleunigung für die Grafik herunter.
Überforderter Beamer
Der Beamer ist mit den Informationen, die er vom Rechner über das Video bekommt schlichtweg überfordert
In diesem Fall stellen Sie Hardwarebeschleunigung für die Anzeige aus:
- Start/Systemsteuerung/Anzeige - Registerkarte Einstellungen
- unten rechts die Schaltfläche Erweitert anklicken
- den Reiter Problembehandlung aufrufen
- Stellen Sie den Regler auf Keine Hardwarebeschleunigung - mit OK bestätigen.
- Die Option Write Combining kann meist aktiviert bleiben.
Dieser Darstellungsfehler liegt in der Eigenschaft von PowerPoint begründet, die Präsentationsansicht über die DirectX-Komponente Direct3D abzuwickeln. Diese ist aber meist nur korrekt anwendbar, wenn Windows "gesagt" wird, welche Hardware denn nun genau am zusätzlichen VGA-Output anliegt. Oft hilft hier eine Installation von bestimmten Treibern für den speziellen Beamer. Aber wie das meistens so ist im alltäglichen Ablauf, steht ein solcher Treiber im Moment nicht zur Verfügung, wenn es ihn überhaupt gibt. Die meisten Beamer-Hersteller bauen die Geräte so, dass sie 90% aller Darstellungseigenschaften problemlos mit dem Standard-Windowstreiber "Standardbildschirm" verpacken.
Sollten Sie aber nach der Präsentation auch vielleicht gerne mal ein Spiel spielen oder eine aufwändige Direct3D-Anwendung ablaufen lassen wollen, müssen Sie daran denken, den Regler wieder auf Maximum zu setzen!
Für die Tüftelarbeit zu diesem Tipp sage ich Danke an V. Sternemann, Düsseldorf