Codecs

Codec ist eine Abkürzung. Die Computer-Lexikas bieten zwei Erklärungen an: Codieren und Decodieren oder Comprimieren und Decomprimieren.

Mit Codecs werden Video- und Audio-Dateien komprimiert, sie benötigen also weniger Speicherplatz. Zum Abspielen muss der umgekehrte Vorgang ausgeführt werden: die komprimierte Datei muss wieder aufgedröselt, entkomprimiert werden. Zum Decodieren brauchen Sie das gleiche Werkzeug wie beim Codieren - das heißt, der PC muss über den gleichen Codec verfügen, der zum komprimieren verwendet wurde. Fehlt der Codec, kann die Multimedia-Datei nicht "entschlüsselt" und somit nicht abgespielt werden.

Aus dem Dateiformat können Sie keine Rückschlüsse auf den verwendeten Codec ziehen. Gleiche Formate können durchaus unterschiedlich komprimiert sein. AVI ist somit längst nicht gleich AVI. Beim Erstellen des Filmes können Sie die unterschiedlichsten Codecs einstellen.

Folgende Codecs sind auf jedem Windows-PC (ab Windows 95) grundsätzlich installiert, sie gehören quasi zur Grundausstattung:

Viele weitere Codecs werden installiert, wenn Sie den Windows-Media-Player (WMP) in der jeweils neuesten Version verwenden. Installieren Sie nicht wahllos sämtliche Codec-Pakete, die Sie bekommen können. Meistens stören sich die Einträge gegenseitig und zum Schluss läuft gar nichts mehr.

Codecs können sich in der Form von *.dll-Dateien zeigen oder als *.drv oder als *.sys oder.... Manche stehen in den Windows-System-Verzeichnissen, andere legen ihre eigenen Verzeichnisse an.

Momentan sind etliche Hundert (vielleicht schon Tausend) CODECs in Gebrauch und niemand muss alle auf dem PC installieren. Es ist immer sinnvoller, nur die Codecs zu installieren, die wirklich benötigt werden. Ein Gewirr unterschiedlicher Codecs kann genauso von Übel sein wie fehlende Codecs.

Die Informationen, welcher Codec für eine Videodatei verwendet wurde, wird in der Datei abgespeichert. Genauer: im Dateiheader findet sich die Angabe über den benutzten Codec in Form einer eindeutigen Kennziffer, dem FourCC. Sie können den verwendeten Codec nicht mit Windows-Bordmitteln herausfinden, sondern benötigen ein Zusatzprogramm.
Kann Windows den FOURCC-Code nicht ermitteln oder gibt es keinen MCI-Treiber für diesen FOURCC, sollte PowerPoint zum Abspielen auf den WMP zurückgreifen. Leider stellt sich oft heraus, dass dieser Versuch nicht erfolgreich ist. PowerPoint sollte im Falle fehlender MCI-Codecs immer den "großen Bruder" WMP nehmen, in der Realität wird aber der Film meistens nicht abgespielt.

Der FourCC von AVI-Dateien lässt sich über Programme wie GSpot oder Videoinspector ermitteln (Download-Link siehe in der Tipp-Leiste am rechen Rand). Eine genaue Beschreibung, wie Sie den verwendeten Codec feststellen, lesen Sie unter Verwendete Codecs in diesem Kapitel.

Welche Codecs auf Ihrem Rechner installiert sind, sehen Sie über die Systemsteuerung. Klicken Sie auf das Windows-Startmenü und dort auf die Systemsteuerung. Wählen Sie Sounds und Audiogeräte. Auf der Registerkarte Hardware suchen Sie nach dem Eintrag Videocodecs, markieren Sie ihn und klicken Sie auf die Schaltfläche Eigenschaften und anschließend auf die Registerkarte Eigenschaften. Ausführlicher ist die Anzeige, die Sie über das Hilfe-Menü aus jeder Office-Anwendung heraus erhalten. Klicken Sie im Hilfe-Menü auf Info / Systeminfo. Klappen Sie den Zweig neben Komponenten auf. Anschließend können Sie sich die Video- oder Audio-Komponenten auflisten lassen. Eine detaillierte Beschreibung sehen Sie unter Installierte Codecs in diesem Kapitel.

Wichtig für PowerPoint-Anwender sind immer die Codecs, die für den MCI registriert sind. Welche Videotreiber für den MCI vorhanden und ihm zugeordnet sind, wird über dem System über die Registry bekanntgegeben bzw. in den älteren Windows-Versionen über die Systemdateien Win.ini und System.ini.

25.11.2005

Download

Codec-Download
Microsoft Codec

Tools

GSpot - ermittelt verwendete Codecs

Videoinspector - ermittelt verwendete Codecs

Sharelock - ermittelt installierte Codecs

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